Mandach befindet sich geologisch eigentlich im Gebiet des Tafeljura. Der Rotberg, der Besseberg sowie der Bötteberg sind jedoch kleine Faltenjura-Berge.

Der Jura ist entstanden, indem der kristalline Grundgebirgssockel in Richtung südwesten unter das Aarmassiv abglitt. Dadurch mussten die Schichten irgendwo zwischen Schwarzwald und Alpen brechen und sich auffalten. Dies geschah in den letzten zweieinhalb Millionen Jahren.

Vom Genfersee bis nach Dielsdorf bildeten sich riesige Falten, genannt der Faltenjura. Zwischen dem Faltenjura und dem Schwarzwald wurden die Schichten auf dem leicht ansteigenden kristallinen Grundgebirge, in waagrechter Lage bleibend, angehoben.

Im Raum Böttstein-Mandach geschah allerdings etwas Eigenartiges. Mitten zwischen den Tafelbergen bildete sich eine kleinere Bruchstelle, die sogenannte Mandacher Störung. Dort haben wir demzufolge einen bezirkseigenen, kleinen Faltenjura.

Wer hier Fossilien finden will, muss nicht lange suchen. Belemniten, Ammoniten oder Seelilienstengel liegen oft knapp unter der Erde im Mergel oder können gar auf Äckern gefunden werden.

Der Südhang am Besseberg wird nur sehr extensiv bewirtschaftet. Es handelt sich um Trockenwiesen mit einer sehr reichhaltigen Flora und Fauna. Vor allem gedeihen dort verschiedene einheimische Orchideen.

Mandacher Störung
5318 Mandach

Besseberg